Geschichte Jugendabteilung

Jugendarbeit gibt es fasst so lange wie auch der Verein existiert, egal ob im Turnen, Handball oder Tischtennis. Eine nachhaltige Entwicklung erfolgte aber im Fußball. Nach 1945 legte sie eine rasante Entwicklung hin. Einzelne Personen stellten sich völlig in den Dienst der Jugendarbeit und es gab sehr schnell einen Jugendleiter. Namen dieser ersten Jahre waren König, E. und U. John, R. Pohlmann. Gefördert wurde die Jugendarbeit der frühen Jahre durch die Lehrer beiden Schulen in Herringhausen Ost und West, die Herren Ewald John und Rudolf Pohlmann müssen hier nochmals erwähnt werden. Unterteilt wurden damals die Jugendmannschaften in Jugend und Schüler.

Ab den 70er Jahren wurden die Jugendmannschaften weiter unterteilt in die heute noch bekannten Einteilungen F-A Jugend. Die Minis kamen in den 90er Jahren hinzu. Auch wenn die Fußballjugend immer ihre eigenen Obleute hatte, erfolgte in der Spielzeit 78/79 ein weiterer Quantensprung in der Jugendarbeit: Die Jugendabteilung wurde selbstständig, mit eigenem Vorstand. Reinhard Rieke war der erste Vorsitzende.

Ab 1979 konnten für alle Spielklassen Mannschaften gestellt werden. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass viele altgediente Mitglieder und Fußballer des Vereins nach ihrer aktiven Laufbahn sich dem Training mit Jugendmannschaften verschrieben hatten und haben. Eine Episode blieb leider der Mädchenfußball. Dieser Bereich musste 1982 aufgrund von Nachwuchsmangel aufgegeben werden. 1982 erhielt der Verein als einer von zwei Vereinen im Kreis die „Sepp Herberger Urkunde“ für vorbildliche Jugendarbeit.

 Im Jahr 1987 bildeten die Jugendabteilungen aus Herringhausen und Eickum die Jugendspielgemeinschaft. Eine, für die weitere Entwicklung der Jugendabteilung, richtige und äußerst erfolgreiche Entscheidung, konnte man doch so gemeinsam auf ein eng vernetztes Einzugsgebiet zurückgreifen. Seit 1979 wird jedes Jahr eine Jugendsportwoche durchgeführt. Zu jeder Sportwoche wird ein Heft erstellt, das von den heimischen Geschäftleuten gefördert wird.

Als Nachfolger der seit 1979 existierenden Jugendsportwoche entwickelte 1991 der damalige und noch heute amtierende Jugendobmann Bernd Rottmann das Konzept des OWL- Supercup. Gesponsert vom Regierungspräsidenten und von der WDR Lokalzeit, spielen um den 1. Mai herum die besten F- und E- Jugendmannschaften der Region Ostwestfalen- Lippe um die gestifteten Wanderpokale. Besonders attraktiv für viele teilnehmenden Vereine macht dieses Turnier –neben einen Trikotsatz für jede Endrundenmannschaft – der sportliche Wettstreit mit Mannschaften ähnlicher Leistungsstärke. Gerade in diesen Jahrgängen kommt es oft vor, dass einzelne Vereine in ihren Kreisen derart stark sind, dass die sportliche Herausforderung oftmals begrenzt ist. Weiteres Indiz für die Beliebtheit dieses Turnieres ist die Tatsache, dass viele Vereine unter der Woche eine z.T. lange Anreise nach Herringhausen auf sich nehmen, um die Vorrunde zu spielen. Trotz des (damaligen) Ascheplatzes und der nicht angemessenen Umkleidekabinen.

Einen weiteren Aufschwung erlebte die Jugendabteilung mit der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes. War man Ende der 70er Jahre des vorigen Jarhunderts noch froh in jeder Altersklasse eine Mannschaft aufstellen zu können, so kann man jetzt froh darüber sein ausreichend viele Trainer und Betreuer für die vielen Jugendmannschaften zu haben. Unsere Jugendabteilung ist in der Stadt Herford die größte. Kurzzeitig konnte bis zur A- Jugend eine zweite Mannschaft aufgestellt werden, aktuell ist es bis zur B- Jugend. In den jüngeren Jahrgängen (Mini – F- Jugend) müssen zwischen drei und fünf Mannschaften aufgestellt werden. Das hat – neben dem Vorteil jedem Jugendspieler eine Mannschaft entsprechend seiner Leistungsstärke anbieten zu können – auch den „Nachteil“ ausreichend Trainer und Betreuer, Spielkleidung und Trainingszeiten bereitzustellen. Der Kunstrasenplatz operiert bereits an seiner Leistungsgrenze und der Sportplatz an der ehemaligen Hauptschule Diebrock muß ebenfalls zum Training umfassend genutzt werden.

Neben dem gewünschten Effekt der Integration neu „zugereister“ Jugendlicher aus den Neubaugebieten unseres Einzugsgebietes, schaffen mehr Spieler eine größere sportliche Leistungsdichte, mit dem Erfolg zahlreicher Kreispokal- Gewinne und Kreismeisterschaften in den verschiedenen Jahrgängen. 2002 wurde nach vielen Jahren zum erstenmal wieder eine Jugendmannschaft (C- Jugend) auf dem Großfeld Kreismeister. Vom 20 Spieler umfassenden Kader haben ca. 15 Spieler das Fußball spielen in Herringhausen erlernt – ca. 1/3 von ihnen spielen heute in den Seniorenmannschaften unseres Vereins.

Nach 2002 stieg die Anzahl der Erfolge, insbesondere in den Großfeldmannschaften (D – A Jugend). Zahlreiche Kreismeistertitel wurden errungen. In den Aufstiegsrunden zur Bezirksliga, wurde der Aufstieg jedoch leider regelmäßig verfehlt. Der Durchbruch hier gelang 2009. Nachdem die Bezirksligazugehörigkeit der B- Jugend nur ein Jahr währte, gelang es 2009 sowohl der C- als auch der A- Jugend in die Bezirksliga aufzusteigen. Beide Mannschaften sind auf einem guten Weg die Klasse zu halten. Die D – Jugend wurde nach entsprechender Bewerbung in die Bezirksliga berufen. In dieser Altersklasse werden von Jahr zu Jahr – und nach Bewerbung der Vereine – die Mannschaften anhand verschiedener Kriterien berufen. Eine Aufstiegsrunde gibt es hier nicht. Die Berücksichtigung Herringhausen – Eickums in dieser Altersklasse ist auch Ausdruck der Anerkennung unserer guten Jugendarbeit.

Am Erfolg der letzten zwei Jahrzehnte Jugendarbeit haben sicherlich viele Anteil. Maßgeblichen Anteil hat jedoch unser Jugendobmann Bernd Rottmann. Ihm gebührt Dank und Anerkennung für seine hervorragende Arbeit.