Herringhausen vs. Stift Quernheim

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Der BV Stift Quernheim bleibt in der Bezirksliga vorn dabei. Die in ihren ersten drei Saisonspielen stets siegreiche Elf von Trainer Sebastian Numrich kam in einem packenden Kreisderby bei der sehr stark aufspielenden SG FA Herringausen/Eickum zu einem etwas schmeichelhaften 1:1 (1:1). Auf beiden Seiten stellten die Torjäger ihre Offensivqualitäten unter Beweis. Den durch Luigi Di-Bella (bereits fünf Saisontore) erzielten Führungstreffer der Hausherren egalisierte Stift-Kapitän Christian Fahrnow (vier).

„Wenn mir vor dem Spiel jemand ein Unentschieden prophezeit hätte, dann hätte ich das sofort unterschrieben. Insgesamt befand ich uns einen Tucken stärker, weshalb wir dem Sieg auch näher standen“, analysierte FAH-Coach Ümüt Gözlükzü mit den Verweisen auf mehrheitliche Chancen und insgesamt 15 Eckbälle. „Bei so vielen Standards hätte doch eigentlich ein zweiter Treffer herausspringen müssen“, bedauerte er.

Ebenso wie Gözlükzü bezeichnete auch Stift-Trainer Sebastian Numrich das Derby als emotionsgeladenes, gutes Bezirksligaspiel. Gleichfalls räumte er die Herringhauser Überlegenheit ein. „In einem solchen Spiel muss man halt auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Wir können nicht den Anspruch haben, alle 30 Meisterschaftsspiele zu gewinnen.“ Als Wermutstropfen verzeichnete er in der 78. Minute das verletzungsbedingte Ausscheiden von Tibor Sander, der nach einem Zweikampf an der Außenlinie mit dem Kopf auf den angrenzenden Asphalt prallte und sich hierbei womöglich eine Gehirnerschütterung zuzog.

Bereits in den Anfangsminuten markierten die Hausherren ihr Revier durch zwei aufeinanderfolgende Eckbälle, die aber nichts einbrachten. Zwei gefährliche Duftmarken setzte anschließend Luigi Di-Bella – zunächst aus Mittelstürmerposition, wo Stift-Tormann Lukas Heller glänzend reagierte (8.), danach mit einem Linksschuss (23.) den der Stift Quernheimer Abwehrverbund in letzter Sekunde abblockte. In der 29. Minute hatte Di-Bella im dritten Versuch dann mehr Glück. Sein raffinierter Freistoßschlenzer aus 22 Metern (links um die Mauer) schlug unhaltbar für Heller im kurzen Eck ein.

Jedoch währte die Freude der Gastgeber nur zwei Zeigerumdrehungen. Dann stocherte Christian Fahrnow eine Hereingabe von Daniel Wester im Torraum stehend aus dem Gewühl über die Linie. Hierbei präsentierte sich die FAH-Abwehr sehr unsortiert. „Dieses Gegentor war vermeidbar“, ärgerte sich Gözlükzü. Auch im weiteren Verlauf ging es rasant weiter, wobei allerdings ergänzend die Härte zunahm. Der Löhner Schiedsrichter Gürkan Ersoy wurde zunehmend gefordert und verteilte insgesamt sieben gelbe Karten. Jedoch war Sanders Unglücksszene von etwaigen Nickeligkeiten ausgeschlossen. „Da kann man keinem eine Absicht vorwerfen“, stellte Numrich klar.

Seine Stift Quernheimer gerieten in der zweiten Halbzeit vermehrt in die Defensive. Aus einem Entlastungsangriff resultierte ein Fahrnow-Kopfball, den Keeper Torben Lambrecht entschärfte. Demgegenüber kreierte Herringhausen/Eickum mehrere gute Angriffe, bei denen aber Heller beziehungsweise seine Vorderleute auf der Hut waren. So blieb es letztlich beim Remis.

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