Wer hätte vor der Saison gedacht, dass die Dritte bis zum letzten Spieltag überhaupt noch die Chance auf den Klassenerhalt hat? Am vergangenen Sonntag kam es schließlich zum absoluten Showdown im Abstiegskampf der Kreisliga A. Die Ausgangslage war klar. Sollte Bruchmühlen 2 im Parallelspiel nicht punkten, würde der Dritten bereits ein Unentschieden zum Klassenerhalt reichen.
Doch auf Rechnen wollte sich niemand verlassen. Die Mannschaft ging mit dem klaren Ziel ins Spiel, gegen Elverdissen die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Mutig, befreit und mit dem Willen, es bei Niederlage von Bruchmühlen 2 selbst in der Hand zu haben. Und genau so trat die Dritte auch auf. Viel Ballbesitz, klaren Feldvorteilen und den besseren Chancen. Trotzdem traf es die Mannschaft eiskalt. Ein direkt verwandelter Freistoß brachte Elverdissen in Führung. 1:0 zur Pause für den Gegner. Ein Spielverlauf, der sich wie ein Stich ins Herz anfühlte. Unverändert kam die Dritte aus der Kabine, bereit, weiter alles reinzuwerfen. Doch nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff der nächste Rückschlag: In der 51. Minute erhöhte Elverdissen auf 2:0. Ein weiterer harter Schlag. Mit diesem Ergebnis war der Abstieg plötzlich zum Greifen nah. Aber Aufgeben war auch jetzt keine Option. Diese Mannschaft hat sich die gesamte Saison über nie hängen lassen. Genau das zeigte sie erneut. Der Druck auf das gegnerische Tor wurde immer größer, Angriff um Angriff rollte auf Elverdissen zu.
In der 71. Minute war es dann soweit: Jonas Schuster traf mit seinem bereits 14. Saisontor zum 2:1-Anschluss. Die Hoffnung war zurück. Plötzlich war wieder alles möglich. Ein Tor noch und die Dritte hätte sich für eine ganze Saison voller Kampf belohnt.
Doch der Fußball kann brutal sein. Trotz aller Bemühungen fehlte immer wieder ein kleines Stück: der gegnerische Torwart, die Latte, ein letzter ungenauer Abschluss. Es war längst ein Spiel auf alles oder nichts geworden.
In der 87. Minute folgte dann die endgültige Entscheidung. Ein ausgespielter Konter, das 3:1 für Elverdissen. Der Moment, in dem alle Hoffnungen zerplatzten. Der Abstieg wurde zur bitteren Realität. Dieses Spiel steht sinnbildlich für die gesamte Saison. Die Dritte hat alles investiert, alles gegeben, sich immer wieder aufgebäumt und am Ende hat es doch nicht gereicht. Ein einziger Punkt fehlte.
Auch wenn der Abstieg nach nur einem Jahr in der Kreisliga A schmerzt, überwiegt der Stolz auf das, was diese Mannschaft geleistet hat. Vor knapp einem Jahr hat man sich gemeinsam entschieden, dieses Abenteuer anzugehen. Woche für Woche wurde gearbeitet, gekämpft, zusammengehalten.
Und genau das bleibt.
Denn wir feiern Erfolge gemeinsam und wir gehen auch gemeinsam durch solche Momente.
Damit endet eine historische Saison. Sie tut weh, keine Frage. Aber sie wird uns auch stärker machen.
Und eines ist sicher: Die Dritte wird zurückkommen. In der kommenden Saison wird wieder angegriffen und mit dem klaren Ziel, als beste Dritte Mannschaft im Kreis Herford die Kreisliga B aufzumischen.
Frisch auf!










